Konspirative Küchenkonzerte

Foto: Claudia Höhne

Frustriert über den Niedergang des informativen Musikfernsehens und die altertümliche Darstellung von zeitgenössischer Kunst im TV hat sich 2009 in Hamburg das „Konspirative KulturKollektiv“ gebildet. Ohne TV-Erfahrung, ohne Geld und ohne großen Sender produzierte die Gruppe junger Kreativer zwei Jahre lang das TV- und Web-Format Konspirative KüchenKonzerte. Seit August 2011 ist die Sendung bei zdf.kultur zu sehen – und im Internet natürlich.

Ich habe das Projekt über zwei Jahre lang begleitet und in dieser Zeit mehr als 15 Folgen mit betreut. Dabei habe ich mich vom Praktikanten hin zum leitenden, sendungsverantwortlichen Redakteur hochgearbeitet. Für eine Folge, die ich verantwortet habe, wurden wir für den Adolf Grimme Preis nominiert.

 


 

Populärkultur von Zuhause für daheim.

Projekttitel: Konspirative Küchenkonzerte
Art des Projekts: Serielles Videoformat für YouTube und zdf.kultur
Kunde: Hirn & Wanst GmbH / Konspiratives Kultur Kollektiv e.V.
Mein Job: Redakteur
Jahr: 2011 bis 2012

Die besten Gespräche finden bekanntlich in der Küche statt. Deshalb senden die KüchenKonzerte nicht aus einem sterilen Studio mit künstlicher Kulisse, sondern wahrhaftig aus der heimischen Kombüse des Gastgebers Marco Antonio Reyes Loredo im wilden Hamburg-Wilhelmsburg. Kunst-, musik- und genussinteressierten Menschen servieren die KüchenKonzerte eine volle Stunde lang kulturelle Leckerbissen, musikalische Hintergründe und künstlerische Lebensläufe. In jeder Sendung musiziert vor einem 60-köpfigen Publikum eine vielversprechende Band und ein*e bildende*r Künstler*in gestaltet den Raum. Der Lohn? Eine warme Mahlzeit, während der Sendung vom Moderator für alle Anwesenden gekocht.